Haarpflege von A - Z

Die Haarwäsche

 

Haare waschen gehört für die meisten zur täglichen Körperhygiene. Es entsteht dadurch erst das richtige Frische Gefühl.

 

 

Andere brauchen die Dusche über den Kopf um richtig wach zu werden.

Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass man das Haar, insbesondere langes Haar oder auch bereits stark strapaziertes Haar nicht zu stark belastet.

 

Denn durch Shampoo und Wasser wird das Haar(die äußere schützende Schuppenschicht) gequollen

und dadurch auch anfälliger für Schäden durch Einflüsse, die durch starkes Rubbeln und kämmen oder heisses Föhnen, usw. entstehen können.

 

Das Shampoo ist nach meiner jahrelangen Erfahrung häufig überdosiert und kommt selten an die Stellen(Haaransätze), an denen es benötigt wird, da man meistens unter der Dusche oder über Kopf das Produkt in erster Linie auf die Haarlängen aufträgt.

 

Die Folge, insbesondere bei längeren Haaren ist, dass man eine stärkere Austrocknung dieser  strapazierten Haarbereiche erreicht und nicht selten einen ungenügend gereinigten Haaransatz.

Daraus könnten auch Kopfhauptprobleme entstehen.

 

 

Wichtig ! 

Bürsten Sie langes Haar vor dem Waschen gut aus.

Bei täglicher Haarwäsche reicht einmaliges Haare-Shampoonieren aus.

 

Optimal ist die Durchführung einer Haaransatz-Wäsche. Dazu eine Applikationsflasche mit warmen Wasser füllen und mit der erforderlichen Menge Shampoo mischen.

Mit der Flasche die Mischung nun vorne beginnend, am Kopf und den Haaransätzen entlang verteilen und gleichmäßig aufemulgieren.

Die Kopfhaut sollte mit kreisenden Bewegungen leicht massiert werden. An Längen und Spitzen der Haare sollte vermieden werden zu rubbeln.

Danach, kann mit warmen Wasser gründlich ausgespült werden.

Als Abschluss nach der Wäsche immer einen Conditioner oder eine Leave-in Kur einarbeiten.

Dies ist dringend erforderlich um die durch die Haarwäsche entstandene Quellung der Schuppenschicht zu beenden.

Mehr dazu unter dem jeweiligen Punkt.

 

Alternative zur Haaransatz-Wäsche z. B bei kurzem Haar

Haare gut anfeuchten, eine ungefähr 2 Eurostück große Menge Shampoo auf die Handinnenfläche geben. Mit beiden Händen ineinander verteilen, wie beim Händewaschen, so das beide Innenflächen gleichmäßig eingeschäumt sind. Nun in kreisenden Bewegungen über den Kopf verteilen und aufemulgieren.

Weiter wie oben.

Ziel beider Techniken ist es, eine schonende und gründliche Reinigung der Kopfhaut und der Haare zu erzielen.

 

 

 

 

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Der Conditioner

 

Wie im Text "Die Haarwäsche" bereits erwähnt, ist der Conditioner als Abschluss, nach dem shampoonieren der Haare ein wichtiger Punkt zum Gesundhalten der Haare.

Selbst bei Verwendung von haarneutralen Shampoos, lässt sich eine Quellung der Haare beim Waschen nicht verhindern.

 

Waschen wirkt Haarquellend, da eine leicht alkalische Wirkung auf das Haar entsteht, welche die Schuppenschicht abstehen lässt.

Der Abschluss mit einem Conditioner wirkt adstringierend und zieht dadurch die Schuppenschicht wieder zusammen - Wirkung auf das Haar ist hier leicht sauer.

 

In der Naturkosmetik wurde dieser Effekt früher z.B mit einer Zitronensaft- oder Essigspülung erreicht.

 

Die geschlossene Schuppenschicht der Haare dient sozusagen als Schutzmantel für das Haarinnere.

Sie schützt das Haar vor Hitze, mechanischen Schäden, durch falsches Kämmen und Bürsten, dazu noch vor Farbverlust und wirkt stark als Glanzgeber.

Stellen Sie sich einen porösen Stein vor(matt-stumpf), dagegen einen glatt polierten(eher glänzend).

Auch bei feinem Haar ist der Conditioner von Vorteil.

Erfahrungsgemäß scheuen Menschen mit feinem Haar die Verwendung von Pflegemitteln, aus Angst, das Haar könnte beschwert werden. Geschmeidigkeit und Kämmbarkeit werden mit Haltbarkeit verwechselt.

Bei Verwendung auf diese Haarstruktur abgestimmter Produkte, fällt feines Haar eher lockerer und erhält dadurch mehr Volumen.

 

Conditioner, manchmal auch Spülung oder Balsam genannt, sollte aber nicht mit Intensivpflege verwechselt werden.

Die Hauptaufgabe ist es das Haar zu adstringieren.

 

 

Die Anwendung: 

 

Nach dem Shampoonieren Haare etwas ausdrücken, wenn notwendig mit einem Handtuch.

2 Euro Münzstück große Menge in die Handinnenfläche beider Hände verteilen.

 

Hier wichtig, von den Spitzen zu den Haarlängen(da das Haar an den porösen Stellen am bedürftigsten ist) einarbeiten.

Bei feinerem, kraftlosem Haar, kann man den Ansatzbereich zuerst aussparen. 

Mit einem Tangle-Teezer oder einem grobzinkigem Kamm durchkämmen, danach ausspülen.

 

Tipp !

Wie bei den meisten Produkten führt hier nicht die Menge zum Ziel, sondern eher die richtige Anwendung.

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Haarpflege

 

Wievel Pflege ist tatsächlich nötig?

 

Diese Frage stellt man sich immer wieder. In vielen intensiven Gesprächen habe ich mich mit diesem Thema auseinander setzen müssen.

 

Die Natur hat uns eigentlich mit einer selbstregulierenden Funktion gesegnet.

 

Doch wer belässt tatsächlich seine Haare noch im natürlichen Zustand ?

 

Regelmäßige Farbveränderungen wie Colorationen - Strähnen - Blondierungen - Tönungen sind von Jugendalter an Standart.

Oft, wird das bereits behandelte Haar mehrmals umgefärbt.

Bei den täglichen Frisurenstylings werden Föhnen, Glätten und Locken mit dem Stylingeisen zum alltäglichen Handling.

 

Insbesondere Chemische Behandlungen entziehen dem Haar Bestandteile und verändern bzw. schlimmstenfalls schädigen diese. Nicht nur die äussere Schuppenschicht, sondern das Haarinnere sind davon betroffen. Diese Schäden sind irreversibel.

Die Natur hilft uns in diesem Fall mit dem Nachwachsen.

 

Solche Schäden lassen sich nur durch, in erster Linie verantwortungsvolle Anwendung und durch gezielte, regelmässige Pflegemittel abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse verhindern.

 

Wirkstoffkombinationen in Intensivpflege-Kuren (Conditioner ist keine Intensivpflege),

wie z.B Feuchtigkeit/Proteine/Keratin usw. sind geeignet Defizite auszugleichen.

Wichtig ist, dass man ein auf seine Haare abgestimmtes Pflegeprodukt nutzt.

Bei mechanischen Hitzestylings sollte zusätzlich auf die Anwendung eines Hitzeschutzprodukts nicht verzichtet werden.

Denn auch hier gilt: In den meisten Fällen ist das Haar mehrfachbelastet.

 

Fazit

Naturbelassenes Haar, welches meistens luftgetrocknet wird, bedarf weniger zusätzlicher Pflegemittel.

Je mehr Faktoren zusammentreffen, wie Farbe, Strähnen, langes Haar, Hitzestyling, usw.

umso wichtiger ist ein ausreichendes, auf die Struktur abgestimmtes Pflegeprogramm.

 

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Die Intensivpflege

 

Intensivpflege hat im Vergleich zum Conditioner eine stärker pflegende, strukturaufbauende Wirkung.

Sie sollte vor allem bei chemisch behandeltem Haar in regelmässigen Abständen angewendet werden.

Je nach Wirkstoff und Produkt kann es zur Sprungkraft verhelfen, gegen Frizz wirken, poröse geschädigte Partien im Haar ausgleichen und dadurch das Haar wieder belastbarer machen.

 

Intensivkuren eignen sich auch um ein bereits strapaziertes Haar in seiner Struktur aufzubauen und dadurch für nachfolgende Farbbehandlungen vorzubereiten. Eine gesunde Haarstruktur erscheint  als Farbe auch facettenreicher und glänzender.

 

Die Wirkstoffe in den Pflegekuren benötigen mindestens 5 bis 10 Minuten Einwirkzeit um im Haar einlagern zu können.

Nach ca. 8 Wäschen sind diese wieder komplett ausgewaschen.

Der optimale Rhythmus ist ungefähr alle vier bis fünf Haarwäschen die Haarkur zu wiederholen damit sich die Wirkstoffe im Haar aufbauen können.

Sind die Abstände der Kurbehandlungen zu groß, ist der Effekt nicht optimal zufriedenstellend, da die im Haar verankerten Wirkstoffe nicht gleichmäßig erhalten bleiben.

 

Anwendung

Vorgang wie beim Conditioner. Hier das handtuchtrockene Haar mit der Pflegekur auch von den Spitzen aufwärts, zu den Haarlängen auftragen mit Tangle-Teezer oder einem grobzinkigem Kamm gleichmäßig durchkämmen und mindestens 5 bis 10 Min einwirken lassen.

Optimal ist die Einwirkung z.B vor dem Duschen oder Baden  mit einem feuchtwarmen Turban. Mögliche Anwendungen auch beim Schwimmen oder Saunabesuch. 

Nach der Einwirkzeit gründlich ausspülen. Bei sehr stark aufgehellten wie z.B blondierten Haaren, kann danach nochmals ein Conditioner angewendet werden um die Schuppenschicht stärker zu verschließen.

Wem die Einwirkzeit zu lange dauert,sollte zu Leave-in Kuren greifen. Um ihre Wirkung zu entfalten, müssen diese nach jeder Haarwäsche aufgetragen werden.

 

Wichtig für den Erfolg ist eine Haardiagnose und die daraus resultierende Produktanwendung.

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Naturkosmetik - 100 Bürstenstriche für schönes Haar

 

Was spricht tatsächlich für regelmässiges Bürsten der Haare ?

 

Durch die tägliche Körperhygiene, zu der auch meistens die tägliche Haarwäsche dazugehört, haben sich solche Regeln verändert.

 

In den Zeiten, in denen fliesendes Warmwasser nicht die Regel war und das Haare waschen einen andere Bedeutung hatte, befreite man durch regelmässiges Bürsten seine Haare von Staub und anderen Verschmutzungen und erzielte gleichzeitig auch eine natürliche Rückfettung der Haare.

 

Der, an der Kopfhaut und in den Haaransätzen befindliche Talg wurde durch die täglichen Bürstenstriche, auch gleichmäßig in die anderen Bereiche der Haare transportiert.

Was wiederum den trockenen Partien zu Gute kam.

 

Des Weiteren regt das Bürsten die Durchblutung der Kopfhaut an, was wiederum auch für Haargesundheit sorgt, da die Haarwurzel sich vom Blutkreislauf ernährt.

Abgestorbene Hautschüppchen wurden von der Kopfhaut gelöst.

 

Vieles ist in der heutigen Zeit nicht nachvollziehbar, da allein die Vorstellung von ungewaschenen Haaren unbehaglich ist.

 

Doch eigentlich könnten wir uns diese positiven Eigenschaften der täglichen Bürstenstriche zu Nutze machen.

 

Die Durchblutung der Kopfhaut wird häufig vernachlässigt, was nicht selten zu Problemen wie Juckreiz oder Schuppenbildung führt.

 

In Beratungen stelle ich häufig fest, dass sich so mancher nicht traut, seine Haare richtig durchzubürsten. Oft gibt es die Befürchtung, dass es durch das viele Bürsten zu Haarausfall kommt.

Sowohl beim waschen, wie auch beim Bürsten gehen objektiv vermehrt Haare aus.

Es handelt sich hierbei um Haare, die bereits lose sind und sowieso am folgenden Tag ausfallen würden. 

 

Meine Empfehlung

 

Tägliches Bürsten mit einer Naturhaarbürste unterstützt die Gesunderhaltung von Kopfhaut und Haaren - Es müssen keine 100 Bürstenstriche sein. 

 

Integrieren Sie das Bürsten in ihren täglichen Ablauf , z.B immer vor dem Haare Waschen.

Probieren Sie 10 bis 15 Bürstenstriche.

Fangen Sie an den Spitzen an und arbeiten sie sich nach oben. Dadurch werden auch Knoten im Haar gelöst und Produktrückstände entfernt, die Schuppenschicht der Haare geglättet und vor allen Dingen wie bereits erwähnt die Durchblutung angeregt.

 

Wichtig!

Achten Sie unbedingt auf eine gute Qualität der Naturhaarbürste und reinigen Sie diese in regelmässigen Abständen im lauwarmen Shampoobad, so dass sich keine Keime und Bakterien ansammeln können.

Frisurenberatung

Gesichtsformen - Symmetrien optimal mit Frisuren gestalten

 

Frisuren, dienen dem Gesicht als Rahmen, wie ein Passe Partout bei einem Bild. Sie beeinflussen die Form und Wirkung.

Das Erzielen von Symmetrie schafft Ausgeglichenheit und macht attraktiver!
Während ein schmales, längliches Gesicht mit der Betonung eines vollen und kürzeren Pony, optimal ausgeglichen wird,ist für ein rundes Gesicht genau dies sehr ungünstig.

 

Das ovale Gesicht braucht keinen Ausgleich.Es ist Symmetrisch
-optimal für die meisten Frisurenformen

 

Das längliche Gesicht:braucht eine Verkürzung.
-günstig eher kürzere Haare.bis Kinnlänge
-waagerechte Ponys
-flacher Oberkopf
-auf Wangenlinie breite fülligere Form

 

Das runde Gesicht muss hingegen gestreckt werden.
-Volumen / Höhe am Oberkopf,
-schmale reduzierte Seiten
-hohe Scheitel z.B Mittelscheitel
-lang und flach ins Gesicht frisierte Strähnen
-günstig glattes Haar


Das eckige Gesicht-braucht eine Abschwächung der kantigen Gesichtskontur.
-weiche umspielende Gesichtskontur
-Kinn überspielende Linien
-günstig Locken Wellen

 

Das herzförmige, dreieckige Gesicht braucht einen Ausgleich der breiteren Wangenpartie zur spitzen Kinn Partie.
-auf Kinnlinie breitere Form
-aufspringende Formen
-schmale Seiten
-keine geraden Ponys

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Hitzeschutz

 

Die Haarkosmetik bietet heute eine große Palette an Hitzeschutzprodukten an.
Durch Stylings mit Haarföhn, Glätteisen oder Stylingeisen, können Temperaturen am Haar über 170 Grad erreicht werden.

Diese Hohen Temperaturen entziehen dem Haar viel Feuchtigkeit und es entstehen Schäden an der Haarstruktur.

Hitzeschutzprodukte wirken als Schutzfilm, der direkt am Haar hitzereduzierend wirkt.
Dieser Film glättet die Haaroberfläche, so dass man mit Glätteisen oder anderen Tools leichter arbeiten kann und dadurch Haarschäden vermieden werden.

Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Produkte, von Sprays zu Cremes oder Fluid.

Tragen Sie den Hitzeschutz bereits im Handtuchtrockenen Haar auf, so ist es beim Trocknen mit dem Föhn geschützt.

Bei intensiven Hitzestylings mit Glätter oder anderen Stylern, kann auch direkt vor der Benutzung ein spezielles Hitzeschutzpräparat für die Anwendung auf trockenem Haar aufgetragen werden,

Meine Empfehlung
Verzichten Sie nicht auf Hitzeschutz. Bei Verwendung von Glätteisen oder Haarföhn auf stärkerer Stufe ist es ein Muss um Haarschäden vorzubeugen.